Après Ski

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Unter dem Begriff „Après Ski" (französisch für "Nach dem Skifahren") versteht man ausgelassenes Feiern und Vergnügen nach dem Skisport, Snowboarden oder auch Schlittenfahren. Dies geschieht meistens in Bars oder Kneipen direkt an der Piste, es kann aber auch in Diskotheken im Tal, die etwas weiter abgelegen sind, gefeiert werden. Apres Ski ist dabei kein besonderes kulturelles Ereignis – sondern vielmehr eine art ausgelassenes Gelage, bei dem getrunken, getanzt und geflirtet wird.

Tipps für den Winterurlaub

In der Regel werden beim Après Ski viele Getränke, die hochprozentigen Alkohol beinhalten, konsumiert – viel in kurzer Zeit. Will sagen: Man betrinkt sich fürchterlich, tanzt und flirtet, was das Zeug hält. Es gibt Gerüchte, nach denen viele Skiurlauber ausschließlich wegen der Apres Ski Partys in den Skiurlaub fahren. Trotz der heißen Stimmung und der vollen Hütten wird die warme Skikleidung auch auf der Apres Ski Party normalerweise angelassen – damit soll wohl dokumentiert werden, dass die Party nicht der eigentliche Zweck des Urlaubs ist. An Getränken werden häufig süße Schnäpse, wie etwa mit Pflaumen- oder Birnengeschmack, konsumiert – und zwar in Massen. Auch Glühwein ist unter den Skiurlaubern sehr beliebt und weit verbreitet. Süß knallt einfach am Besten.

Die gespielte Musik beim Après Ski zeichnet sich meist durch Texte aus, die zum Mitsingen und Feiern animieren sollen, wie beispielsweise Schlagermusik mit einfachen, eingängigen Melodien und Texten. Schließlich soll man auch noch mitsingen können, wenn der Alkoholpegel schon angestiegen ist – oder gerade dann. Im Handel werden einige "Après Ski Hits" in Form von CD's angeboten, auf denen der Käufer viele bekannte Gassenhauer finden kann. Man kann sicher sein, das man die Texte schnell versteht und auch mit schwerer Schlagseite noch „mitsingen“ kann. Sehr bekannte Lieder, die auf den benannten Partys oft gespielt werden, sind zum Beispiel "Anton aus Tirol" oder "Viva Colonia".

Ein sehr bekannter Aprés Ski Ort in Österreich ist Ischgl. Aber auch Orte wie Obertauern und Saalbach werden häufig genutzt. Meistens wird von ca. 16 Uhr bis 18 Uhr gefeiert. Besonders typisch ist der Après Ski in Österreich. Aber auch in Italien oder der Schweiz wird an der Piste gefeiert.

Spezielle "Après Ski Partys" werden auch in Städten weitab von den Skipisten von Partyveranstaltern angeboten. Hier versuchen die Veranstalter eine möglichst originalgetreue Party im Stil vom Aprés Ski zu gestalten und das alte Urlaubsfeeling bei den Besuchern für den Abend in die Erinnerung zu rufen. Natürlich werden auf solchen Apres Ski Partys hochprozentige Schnäpse und Glühwein angeboten – nicht das man nachher vermuten könnte, es würde hier ohne viel Alkohol ausgekommen.

Foto:Pete Fordham/flickr.com

Après Ski im Winterurlaub erleben

Après Ski kann den Skiurlaub abwechslungsreicher machen, besonders wenn nicht jeder Tag auf der Skipiste verbracht werden soll. Die Aktivität passt gut zu Reisenden, die Bewegung, Winterlandschaft und neue Erfahrungen verbinden möchten. Je nach Sportart oder Angebot reichen einfache Einsteigerprogramme aus, während anspruchsvollere Varianten Erfahrung, gute Ausrüstung und passende Bedingungen verlangen.

Vor Ort sollte man prüfen, ob Kurse, geführte Angebote oder ausgewiesene Strecken verfügbar sind. Gerade bei weniger alltäglichen Wintersportarten hilft eine kurze Einweisung, um Regeln, Technik und Sicherheitsabstände zu verstehen. Familien achten zusätzlich auf Mindestalter, Ausrüstung in Kindergrößen, Pausenmöglichkeiten und die Nähe zur Unterkunft.

Ausrüstung, Wetter und Sicherheit

Die passende Kleidung entscheidet stark darüber, ob Après Ski Spaß macht. Mehrere atmungsaktive Schichten, warme Handschuhe, rutschfeste Schuhe oder sportartspezifische Schutzkleidung sind je nach Aktivität wichtig. Bei Eis, Wind oder Neuschnee können sich Bedingungen schnell ändern. Deshalb sollte man Wetterbericht, Tageslicht, Sicht und lokale Hinweise ernst nehmen.

Wer neu einsteigt, beginnt besser auf einfachen Strecken oder mit Anleitung. Tempo, Gelände und Gruppengröße sollten zum Können passen. Für längere Touren sind Getränke, kleine Snacks und ein geladenes Telefon sinnvoll. In alpinem Gelände kommen zusätzlich Lawinenlage, markierte Wege und Rückkehrzeiten hinzu.

Für wen eignet sich die Aktivität?

Après Ski eignet sich für Winterurlauber, die neben Skifahren oder Snowboarden weitere Möglichkeiten suchen. Manche Angebote sind ruhig und genussorientiert, andere sportlich und technisch. Besonders reizvoll ist die Kombination mit einem Skigebiet, das auch Rodeln, Loipen, Winterwandern, Eislaufen oder Ausflugsziele anbietet. So bleibt der Urlaub flexibel, wenn Wetter, Schneelage oder Kondition nicht jeden Tag für die Piste sprechen.