Schneekanone

Schneekanone Schneekannonen garantieren Schneesicherheit. Nicht immer ist der Wettergott allein den ambitionierten Skifahrern gütig.
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Die Schneekanonen stammen ursprünglich aus den USA und die ersten Vorläufer der heute im Einsatz befindlichen High-Tech Schneekanonen wurden bereits schon vor über 50 Jahre entwickelt. Erst ca. 20 Jahre später fanden die Schneekanonen in Europa Fuß. Sie werden hauptsächlich in Skigebieten eingesetzt, in schneearmen Tagen.

Schneekanonen funktionieren sehr einfach

Das Funktionsprinzip der Schneekanone ist so einfach wie das der Natur. Es werden feinste Wassertröpfchen in die eiskalte Luft versprüht. Die Luft muß dabei mindestens -4°C oder weniger betragen und die Luftfeuchtigkeit darf maximal 80% betragen. Bei höheren Werten ist das Prinzip auch möglich, jedoch wird der Prozess mit zunehmender Temperatur und Luftfeuchtigkeit unwirtschaftlich. Wenn ein Teil des Wassers Verdunstet, wird der Umgebung Wärme entzogen. Dabei unterkühlt ein anderer Teil der Tröpfchen und gefriert zu künstlichen Eiskristallen. Diese Eiskristalle sind im übrigen nahezu gleich wie die Natürlichen. Das „Herstellungsprinzip“ ist lediglich ein anderes.

Ohne Chemie leicht unwirtschaftlich

Steigt die Temperatur höher als -4°C, wird die Schneekanone unwirtschaftlich. Es gibt jedoch die Möglichkeit, dies mit der Zugabe von Additiven zu kompensieren. Verschiedene Hersteller bieten Schneezusätze, die das Beschneien auch bei höheren Temperaturen und mehr Luftfeuchtigkeit ermöglichen. Diese Additive nehmen Einfluss auf den Gefrierpunkt des Wassers. So verspricht die Firma YORK z.B., dass ihr Produkt SNOWMAX die Schneekanonen noch sogar bei -3°C wirtschaftlich hält und bei niedriger Luftfeuchtigkeit sogar bis zur Nullgrenze. SNOWMAX enthält als Wirkstoff ein Bakterium, genannt "Pseudomonas Syringae". Es wird in Spezialtanks gezüchtet, anschließend schockgefrostet und in der Endfertigung sterilisiert. Dabei wird das Bakterium vollständig abgetötet und bewirkt eine schnellere Bildung der Eiskristalle bei wesentlich höheren Temperaturen.

Künstlicher Schnee

Der Künstliche Schnee wird heute mit zwei Arten von Kanonen verstreut: entweder mit der Druckluftkanone (auch Hochdruck- Anlage genannt) oder mit einer Propellerkanone (Niederdruck- Anlage). Die Begriffe Hoch- bzw. Niederdruckanlage sind aber eigentlich nicht zutreffend, da die Propellerkanonen einen meist höheren Wasserdruck benötigen, als die Hochdruckanlagen, um den Schnee effizient zu verstreuen. Heutzutage gibt es sogar Anlagen, die bei Temperaturen über den Gefrierpunkt Schnee erzeugen. Sie werden in Israel hergestellt und hauptsächlich in Südafrika eingesetzt. Die Effizienz ist jedoch verschwindend gering, da der Schnee ja bei Plus- Temperaturen bekanntlich schnell schmilzt.

Foto: Dago Wiedamann, www.oesterreich-netz.de

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