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Eisklettern im Winterurlaub

Eiskletterer an einer vereisten Felswand Eiskletterer steigt mit Steigeisen und Eispickeln an einer vereisten Felswand. Foto: Forest Service Northern Region

Kurzfakten zum Thema

  • Eiskletterrouten bestehen aus gefrorenem Wasser, etwa an saisonalen Wasserfällen oder alpinen Eisrinnen.
  • Steigeisen und Eispickel beziehungsweise Eisgeräte dienen dem Aufstieg; Seil und Sicherung gehören zur Tour.
  • Eis verändert sich mit Temperatur, Wasserfluss, Sonne und Niederschlag.
  • Zustieg und Abstieg sind Teil der Routenwahl, nicht nur die Kletterwand selbst.
  • Einsteiger brauchen eine betreute Einführung und eine für ihre Erfahrung gewählte Route.
  • Die Führung entscheidet anhand der Bedingungen, ob die Tour verantwortbar ist.

Eisformen und Routenwahl

Eisklettern führt über gefrorene Wasserflächen. Dazu gehören saisonal vereiste Wasserfälle ebenso wie dauerhaft gefrorene alpine Rinnen und größere Eiszapfen. Die Formen unterscheiden sich in Neigung und Verlauf; eine Route kann sich außerdem im Tages- oder Saisonverlauf verändern.

Auch die Wege zur Einstiegsstelle und zurück gehören zur Tour. Gelände, Wetter und mögliche Lawinengefahr können bereits den Zustieg ausschließen. Die verantwortliche Führung beurteilt die gesamte Unternehmung und passt Route oder Termin an die Verhältnisse an.

Technik und Ausrüstung

Zum Aufstieg werden Steigeisen und spezielle Eisgeräte verwendet. Je nach Tour kommen Gurt, Helm, Seil und Sicherungsmaterial hinzu. Steigeisen müssen zum Schuh passen; Eisgeräte und Sicherung verlangen eine praktische Einweisung.

Die Sicherung an Eis erfordert Erfahrung: Eisschrauben und andere Sicherungspunkte müssen fachgerecht gesetzt werden, und ihre Verlässlichkeit hängt vom Eis ab. Einsteiger beginnen daher mit einer qualifizierten Führung und einer ausdrücklich passenden Einführung, nicht mit einer selbst gewählten anspruchsvollen Route.

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Gefahren und Entscheidung am Tourentag

Eis kann brechen, splittern oder sich lösen. Hinzu kommen Steinschlag, Lawinen, Absturz, Kälte und Wetterumschwung. Sichtbar festes Eis ist keine Garantie für Stabilität. Bei steigenden Temperaturen, instabilem Eis, starkem Wind oder schlechter Sicht kann die Führung die Tour verkürzen, verlegen oder absagen.

Vor dem Start werden Treffpunkt, Zustieg, Dauer, technische Anforderungen, Gruppengröße, Mindestalter und Rückweg besprochen. Kinder und Jugendliche brauchen altersgerechte Betreuung sowie die Zustimmung des konkreten Anbieters.

Belastung und Urlaubstag

Kälte, Höhe und ein längerer Zustieg können anstrengender sein als erwartet. Die Kondition sollte zur ausgeschriebenen Tour passen; trockene Ersatzhandschuhe, warme Kleidung und Getränke helfen, Pausen sinnvoll zu gestalten. Nach der Tour muss Ausrüstung trocknen können. Planen Sie den Termin flexibel, denn Eisqualität und Wetter lassen sich nicht wie bei einem Hallentermin festlegen.