Kite-Skiing

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Viele Menschen sind von der neuen Trendsportart Kite-Skiing begeistert und genießen es, sich von einem Lenkdrachen über weite Schneeflächen ziehen zu lassen. Doch hierzulande steckt das Kite-Skiing noch in den Kinderschuhen.

Uralter Sport

Der Ursprung des Drachen liegt Tausende von Jahren zurück, als in China die ersten Drachen gebaut wurden. Im Jahr 1862 revolutionierte George Pocock das bis dato unverändert gebliebene System, indem er das 2-Leinen System einführte, durch das ein Drachen nun am Himmel gesteuert werden konnte. Seit der Entdeckung, dass ein großer Drachen ausreichend Kraft umsetzen kann, um ein Fahrzeug anzutreiben, gab es mehrere Versuche, diese Eigenschaft auszunutzen. Das Kite-Skiing begann schließlich Mitte der 80er Jahre, nachdem einige Skiläufer mit Hilfe eines Fallschirms eine Bucht überquerten. Fortan begann die stetige technische Entwicklung der „Traction-Kites“.

Besonderheit des Kite-Skiing

Eine Besonderheit des Kite-Skiing ist es sicherlich, dass man, im Gegensatz zu anderen alpinen Sportarten, sich nicht nur bergab fortbewegen kann, sondern sich dank des Kite auch bergauf ziehen lassen kann, wenn der Wind dies zulässt. Ein lästiges Anstellen an Skiliften entfällt so, auch ist man nicht mehr auf die flächenmäßig begrenzten Skipisten angewiesen. Am besten eignen sich gefrorene Seen und Gletscher. Sie bieten ausreichend Platz, um sich mit den bis zu 12m² großen Drachen ungehindert fortzubewegen.

Windgeschwindigkeit von mindestens 7 km/h

Neben einem Kite und einer Windgeschwindigkeit von mindestens 7 km/h, im Tiefschnee ca. 12 km/h, da die Reibung aufgrund der Unterflächenstruktur größer ist, benötigt man für das Kite-Skiing-Vergnügen noch ein Sitztrapez, ähnlich dem Windsurfen. Ausreichend Erfahrung in der Handhabung eines gängigen Lenkdrachen sollte ebenfalls vorhanden sein, schließlich kann der Wind immense Kräfte entwickeln, die es zu beherrschen gilt. In jedem Fall empfiehlt sich zunächst ein Einsteigerkurs, um die korrekte Handhabung und die Steuerung des Kite zu erlernen.

Silvaplanersee im Engadin

Im schweizerischen Engadin ist der Silvaplanersee ein beliebtes Ziel für Kiteskiier. Hier herrschen ideale Bedingungen, besonders für Einsteiger. Doch wahre Kiteski-Profis zieht es nach Skandinavien, wo Kite-Skiing bereits Tradition hat. Das norwegische Kite-Skiing-Zentrum liegt sich in der Region Finse, direkt an der der Bahnlinie von Oslo nach Bergen. Diese Gegend bietet ideale Voraussetzungen für das Kite-Skiing. Neben dem 80 km2 großen Gletscher Hardangerjokulen findet man hier sanfte Hügelzüge und Täler, Tagesausflüge von bis zu 100 km Distanz sind hier per Kite zu bewältigen. Zahlreiche gefrorene Seen ohne Hindernisse locken zahlreiche Sportler hier hin. Neben idealen Bedingungen findet man hier gleich eine optisch ansprechende Landschaft, die das sportliche Erlebnis unvergesslich werden lassen.

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