Egmating: Geschichte, Moorlandschaft und Golf
Unterkünfte in Egmating
Egmating verbindet Baugeschichte mit einer Kesselmoorlandschaft und einer Golfanlage.
Kirche und historische Spuren
Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist und Michael ist eine romanische Chorturmanlage aus der Zeit um 1200. Zu ihr gehören eine angefügte zweigeschossige Sakristei und ein Langhaus mit steilem Satteldach. So lässt sich der Bau anhand mehrerer Elemente einordnen: Chorturmanlage, Sakristei und Langhaus mit Satteldach prägen jeweils seine Beschreibung.
Unterhalb der Empore steht die „Schwarze Madonna von Egmating“ unter einem barocken Baldachin. Am Jägerweg befindet sich die „Pestsäule“ aus dem Jahr 1589. Diese beiden konkreten Zeugnisse ergänzen das Bild des Kirchenbaus um weitere religiöse und historische Ortsbezüge.
Das ehemalige Hofmarksschloss Egmating ist ein langgestreckter, zweigeschossiger Flügel mit Satteldächern unterschiedlicher Firsthöhe; sein Kern stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Bereich des Schlosses und seiner Vorgängerbauten mit barocken Gartenanlagen befinden sich untertägige spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde. Schlossbau und archäologische Spuren verweisen damit auf unterschiedliche historische Zeitebenen.
Eine weitere Einordnung bietet die Gemeindegeschichte: Der Verlauf einer römischen Konsularstraße von Regensburg über Sempt zum römischen Straßenort „Isinisca“ – dem heutigen Kleinhelferndorf – bildete die Grundlage für die spätere feste Ansiedlung im Gebiet um Egmating. Die Ortsgeschichte führt so von einer römischen Verkehrsverbindung zur späteren Siedlung im Gebiet.
Moorlandschaft und Toteiskessel
Die Kesselmoorlandschaft des Egmatinger Forstes umfasst vielfältige, intakte Kleinstmoore. Ihre Lebensgemeinschaften sind in Bayern nur noch selten erhalten. Im östlichen Waldgebiet von Egmating stehen außerdem Toteiskessel unter Naturschutz, die als Zeugnisse der letzten Eiszeit gelten. Das Naturbild umfasst damit zwei unterschiedliche Aspekte: selten erhaltene Moorlebensgemeinschaften und geschützte Landschaftsformen mit eiszeitlicher Bedeutung.
Golfanlage und Gastronomie
Der 9-Loch-Arabella-Course der Golfanlage Schloss Egmating hat kleine Seen und zahlreiche Bunker, die die ondulierten Grüns verteidigen. Wasserflächen und Bunker sind also nicht nur Elemente des Platzes, sondern prägen gemeinsam mit den welligen Grüns dessen konkrete Gestaltung. Für Golfinteressierte beschreibt das ein Platzprofil, das über die Lochzahl hinausgeht.
Das Restaurant „Pizzeria Cristalina Schlossgarten“ befindet sich in den alten Schlossgemäuern der Golfanlage Schloss Egmating und bietet italienisch-mediterrane Küche. Damit treffen auf dem Gelände der Golfanlage ein gestalteter Golfplatz und Gastronomie in historischen Schlossgemäuern aufeinander.
Im übergeordneten Reiseziel Ebersberg
Im übergeordneten Reiseziel Ebersberg führt der Aussichtsturm im Ebersberger Forst über 169 Stufen zu einem weiten Panorama: Der Blick reicht über das gesamte Voralpenland von den Berchtesgadener Alpen bis zum Allgäu. Bei besonders guter Sicht sind sogar ferne Dreitausender zu sehen. Die beschriebene Aussicht verbindet damit einen Aufstieg über die Stufen mit einem Blick über die benannten Alpenregionen.
Das Museum Wald und Umwelt steht seit 2004 unmittelbar am Ebersberger Forst und widmet sich der Geschichte der Waldnutzung und der Ökologie des Waldes. Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Ebersberg ist die Umweltstation Ebersberger Forst ein Anlaufpunkt für Veranstaltungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung; sie trägt das bayerische Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“. Die Veranstaltungen finden überwiegend im Freigelände und im angrenzenden Wald statt. Besuche mit Schulklassen oder anderen Gruppen sind möglich.
Weitere Reiseziele entdecken: Glonn, Hohenlinden, Grafing bei München, Baiern, Ebersberg, Kirchseeon, Oberpframmern, Anzing.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landkreis Ebersberg.