Hohenlinden – Waldlandschaft und Geschichte
Unterkünfte in Hohenlinden
Hohenlinden verbindet eine waldgeprägte Landschaft mit Erinnerungsorten zur Schlacht von 1800, Kirchen und Wegen durch den Ort und seine Umgebung. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie zwischen geschichtlichen Zielen und Unternehmungen im Freien wählen.
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Foto: Le Beau. Graveur Desrais, Claude-Louis (1746-1816). Dessinateur du modèle via Source, Public domain
Waldlandschaft und Wege
Das Gemeindegebiet ist nahezu vollständig von den Wäldern Ebersberger Forst, Großhaager Forst, Mittbacher Au und Lindacher Wald umgeben. Nur nach Nordosten öffnet sich der Waldgürtel. Verschiedene Rad- und Wanderwege führen durch Hohenlinden und seine Umgebung; die Wege bieten damit einen eigenen Schwerpunkt neben den historischen Zielen im Ort.
Eine längere Radoption ist die Radtour „Die Schlacht von Hohenlinden“: Der Rundweg ist ungefähr 52 Kilometer lang und führt im Uhrzeigersinn zu 17 Zielpunkten rund um Hohenlinden. Diese gelten als Hauptkampfstätten der Schlacht. An den Zielorten und unterwegs gibt es Bänke. Wenn Sie eine Tour planen, unterscheiden Sie hier zwischen der Strecke rund um den Ort und den einzelnen Stationen, die sie miteinander verbindet.
Schlachtgeschichte im Museum
Die Schlacht bei Hohenlinden fand am 3. Dezember 1800 in Hohenlinden statt. Auf französischer Seite befehligte General Moreau; die verbündeten bayerischen und österreichischen Truppen standen unter dem Kommando Erzherzog Johanns. Das Museum „Die Schlacht von Hohenlinden“ widmet sich diesem Ereignis. Es liegt im Untergeschoss der Grundschule Hohenlinden und ist auf zwei Räume verteilt. Ein Besuch ist nur nach telefonischer Terminvereinbarung mit dem Museumsleiter möglich.
Im Mittelpunkt eines der Ausstellungsstücke stehen 7.500 Zinnsoldaten in zeitgenössischen Uniformen, mit zeitgenössischer Ausrüstung und Bewaffnung. Sie stellen die Stellungen der Armeen am frühen Nachmittag des 3. Dezember 1800 dar. Weitere Exponate umfassen zeitgenössische Bücher und Stiche sowie Gewehre, Säbel, Helme, Kugeln und Hufeisen. Zu den herausragenden Leihgaben gehört eine Votivtafel zur Verlobung des Bauern Stephan Rumpfinger mit der Heiligen Maria.
Zum Museumsbesuch gehören außerdem verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem historischen Geschehen zu beschäftigen: Besucher können Themen über ein Multimediasystem auswählen, sich mit den Friedensverträgen von Lunéville befassen und die Schlacht als Strategiespiel nachvollziehen. So stehen neben den ausgestellten Gegenständen auch politische Themen und ein spielerischer Zugang zum Ereignis auf dem Programm.
Kirchen und Kapelle
Die Alte Kirche Mariae Heimsuchung in Hohenlinden gilt als herausragendes Bauwerk des Klosters Ebersberg. Zu ihren besonderen Merkmalen gehören Wandpfeiler und ein gotisches Netzgewölbe. In zwei Schlusssteine sind die Heimsuchung Mariens und der bethlehemitische Kindermord eingemeißelt. Die architektonischen Formen und die Darstellungen lassen sich so gemeinsam betrachten, ohne die Baugeschichte von den religiösen Motiven zu trennen.
Eine weitere Station ist die Kapelle „Maria im Felde“. Sie liegt zwischen Hohenlinden und Preisendorf, nahe der Landkreisgrenze, auf Hohenlindener Flur. Geweiht wurde sie am 16. Juni 2002. Der Turm von St. Josef bietet außerdem einen markanten Orientierungspunkt in der Landschaft: Er ist insgesamt 70 Meter hoch und von allen Punkten der Hohenlindener Schotterebene als spitze Nadel sichtbar.
In der näheren Umgebung
Die Hohenlinder Sauschütt liegt im Ebersberger Forst im näheren Umfeld von Hohenlinden. Dort gibt es drei Schaugatter mit Rotwild, Damwild und Schwarzwild; die Tiere können oft aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum erlebt werden. In unmittelbarer Nähe der Sauschütt verläuft außerdem ein 3,2 Kilometer langer, barrieregerechter Waldlehrpfad als Rundweg. Für seine Erkundung sind etwa zwei Stunden angegeben. Im Vergleich dazu setzt die rund 52 Kilometer lange Radtour einen deutlich größeren Zeitrahmen: Die beiden Angebote unterscheiden sich sowohl in der Aktivität als auch im Umfang.
Bei der Planung Ihres Aufenthalts können Sie danach gewichten, ob Sie vor allem das Museum und die Kirchen besuchen oder Zeit auf Wegen und im Wald verbringen möchten. Die Schlachtgeschichte verbindet sich dabei mit klar benannten Zielen im Ort und auf der Radroute; die Sauschütt und der Waldlehrpfad ergänzen die Orientierung um Ausflugsziele in der näheren Umgebung.
Weitere Reiseziele entdecken: Oberpframmern, Ebersberg, Baiern, Kirchseeon, Grafing bei München, Anzing, Egmating, Glonn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landkreis Ebersberg.