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Carona – Wintersport, Wege und Bergkultur

Unterkünfte in Carona

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Carona verbindet Wintersport, Bergwege und regionale Kultur auf engem Raum. Das Valle Carisole ist für Wintersport bekannt, während der Sessellift eine Verbindung von Carona zum Rifugio Mirtillo herstellt. Für Sie ergibt sich damit ein Reiseziel, in dem sich winterliche Aktivitäten mit Wanderungen, Naturbeobachtungen und Ausflügen in die Geschichte der Umgebung verbinden lassen.

Wintersport und Wege in den Bergen

Der Wintersportbezug von Carona zeigt sich besonders im Valle Carisole. Das Rifugio Mirtillo ist von Carona aus mit dem Sessellift erreichbar. Eine weitere wichtige Verbindung führt über den Sentiero 210 zum Rifugio F.lli Calvi. Die Gehzeit beträgt drei Stunden hin und zwei Stunden zurück; die Schwierigkeit ist mit E für Wanderungen eingestuft.

Mehrere Wege bieten unterschiedliche zeitliche Schwerpunkte. Der Sentiero 224 verbindet den Lago del Prato mit dem Rifugio F.lli Longo und ist mit einer Gehzeit von einer Stunde und 15 Minuten hin sowie 50 Minuten zurück angegeben, ebenfalls bei der Wanderschwierigkeit E. Der Sentiero 247 führt von Pagliari zur Baita della Capra. Die Gehzeit beträgt eine Stunde und 45 Minuten hin und eine Stunde und 15 Minuten zurück. Von Pagliari aus überquert dieser Weg den Brembo, verläuft durch Wald zur Baita della Capra und setzt sich über den Sentiero 210 in Richtung Rifugio F.lli Calvi fort.

Unterwegs zu Hütten, See und Fluss

Das Rifugio F.lli Longo ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Jeep-Shuttle erreichbar. Das Rifugio F.lli Longo war von Mitte Juni bis Mitte September durchgehend geöffnet. Carona bietet außerdem mehrere Mountainbike-Routen, insbesondere zu den zahlreichen Berghütten der Umgebung. Entlang eines land- und forstwirtschaftlichen Weges durch Nadelwälder und am Lago di Carona gibt es Spaziermöglichkeiten.

Eine etwa 50 Kilometer lange Route durch Wege des Parco delle Orobie Bergamasche führt in fünf Tagen vom Passo San Marco über die Quellen des Brembo nach Carona. Auch ein Weg entlang des Flusses Brembo verbindet den Botanischen Garten mit Wasserfällen und besonders klarem Wasser. Im Lago di Carona, im Fluss Brembo und in zahlreichen Alpenseen des Gebiets kommen Bachforelle, Marmorierte Forelle und Saibling vor.

Zugängliche Orte für verschiedene Interessen

Der Botanische Garten ist über einen barrierefreien Fußweg vom Parkplatz an der Via Pagliari erreichbar. Der Weg überquert den Brembo auf einer alten Bogenbrücke. Der Garten ist für Rollstuhlfahrer und blinde Besucher vollständig zugänglich ausgestattet. Auch der Lungo-Lago-Weg ist für Menschen mit motorischen und sensorischen Behinderungen zugänglich. Dort gibt es Tische, Liegeflächen zum Sonnenbaden sowie Spielbereiche für Kinder mit Kletterelementen aus Blöcken.

Der Sentiero naturalistico e osservatorio verfügt über einen gepflasterten Belag, Schutzbarrieren mit Handläufen und eine Haltestange als Orientierungshilfe für blinde Besucher. Das Observatorium befindet sich in einer restaurierten alten Hütte, die unter Wahrung der traditionellen Architektur instand gesetzt wurde. Von einem Aussichtsbalkon reicht der Blick auf den See. Für eine weitere aktive Alternative liegt die Sala Bouldering im Erdgeschoss; sie ist mit Sicherheitssystemen ausgestattet und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.

Pagliari, Felsritzungen und lokale Geschichte

Pagliari ist ein kleiner, ländlich geprägter Weiler etwa einen Kilometer von Carona entfernt. Der Weiler liegt an der Straße zu den Rifugi Calvi und Longo auf 1350 Metern Höhe. Freiliegende Mauern aus lokalem Stein und charakteristische Schieferdächer prägen sein Erscheinungsbild. In der Umgebung gehört außerdem das Gebiet der Felsritzungen zu den markanten Kulturthemen; dort befinden sich zahlreiche gravierte Felsblöcke auf Höhen zwischen 2100 und 2450 Metern über dem Meeresspiegel.

Im Val Camisana trägt der Fels CMS 1 keltische Inschriften in lepontischer Schrift aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. Außerdem befinden sich dort Figuren aus dem 5. Jahrhundert v. Der Begriff „sapel“ bezeichnet eine Unterbrechung in einer Trockenmauer oder in einer Mauer zur Hangsicherung. Diese Öffnung erleichterte den Zugang zu abschüssigen Kartoffelfeldern und verweist auf die frühere Nutzung der Hänge.

Carona als Reiseziel mit eigenem Geschmack

Die weißen Kartoffeln aus Carona sind mit den Eigenschaften „mehlig und haltbar“ verbunden. Kartoffeln wurden verwendet, um den Mangel an Mehl auszugleichen und ein lange haltbares Brot herzustellen. Ergänzend bietet der Reitstall in Piana–Carona di Sotto Reitunterricht für Kinder und Erwachsene an. An der natürlichen Kletterwand La Corna gibt es Kletterrouten der Schwierigkeitsgrade 6a bis 7c.

Weitere Ziele im gemeinsamen regionalen Umfeld sind Valbondione, San Pellegrino Terme, Valtorta, Bagnella, Villa Di Serio, Selvino, Gazzaniga und Cenate Sopra.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bergamo.

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