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Gazzaniga: Schwarzer Marmor, Kirchen und historische Wege

Unterkünfte in Gazzaniga

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Gazzaniga Albino torrente Rovaro 02.JPG File:Gazzaniga Albino torrente Rovaro 02.JPG Foto: Ago76 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Gazzaniga verbindet eine ausgeprägte Geschichte des schwarzen Steins mit Kirchen, kleinen sakralen Bauwerken, einem mittelalterlich geprägten Ortsbild und einem dokumentierten Weg in die Hanglagen. Wenn Sie eine Unterkunft in Gazzaniga auswählen, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Themen für Ihre Reiseplanung: Geologie und Handwerk, Kunst und Kirchen, historische Spuren sowie Bewegung in der Landschaft.

Schwarzer Marmor und die Geologie des Ortes

Seit dem 15. Jahrhundert waren in Gazzaniga Steinbrüche in Betrieb. Sie lieferten vor allem Schotter und Steine, auch in großen Formaten, für den Bau von Mauern, Häusern und öffentlichen Gebäuden. Ab Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der intensiv und gleichmäßig schwarze Stein aus Gazzaniga poliert und in Kirchen und Palästen für mehrfarbige Intarsien verwendet, unter anderem im Zusammenhang mit Barock und Gegenreformation.

Diese Materialgeschichte lässt sich an mehreren Orten direkt mit Bau- und Kunstwerken verbinden. Das Museo del Marmo Nero ist eine Freiluftausstellung in einem Garten neben dem Rathaus und der Bibliothek von Gazzaniga. Dort zeigt es große halbfertige Monolithen. Auch das Tempietto del Rovaro wurde vollständig aus Werksteinen des örtlichen kostbaren schwarzen Marmors errichtet. Im Oratorio di S. Croce wurde der Altar gegen Ende des 17. Jahrhunderts aus örtlichem schwarzem Marmor mit mehrfarbigen Intarsien von der örtlichen Werkstatt der Manni neu gestaltet.

Kirchen, Fresken und religiöse Geschichte

Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta und Sant'Ippolito wurde 1457 erbaut und der Geburt Mariens geweiht. 1666 wurde sie zu einem Pilgerziel, nachdem die Gebeine des heiligen Märtyrers Hippolyt aus den Katakomben von Rom dorthin überführt worden waren. Das Oratorio di San Rocco al Lago liegt auf einem der drei Hügel über Gazzaniga auf 480 Metern über dem Meeresspiegel. Zwischen 1520 und 1530 wurde es vollständig mit Fresken ausgemalt, die größtenteils von der Werkstatt der Marinoni aus Desenzano al Serio ausgeführt wurden. 1630 wurde das Oratorio als Lazarett zur Quarantäne von Pestkranken genutzt.

Auch das ältere Oratorio di S. Croce bewahrt kunsthistorisch konkrete Details. Über dem einzigen Altar befindet sich ein um 1640 bei dem aus Clusone stammenden Maler Domenico Carpinoni in Auftrag gegebenes Gemälde. Im selben Oratorio befinden sich Fresken, die um 1520 von den Malern Marinoni aus Desenzano al Serio ausgeführt wurden. Das Tempietto del Rovaro, wie es heute erscheint, wurde 1933 neben einer älteren Kapelle aus dem 17. Jahrhundert errichtet. Die frühere Kapelle am Rovaro zog wegen des wundertätigen Kruzifixes zahlreiche Pilger an.

Historisches Zentrum und einzelne Erinnerungsorte

Die Via Briolini, auch als Villa bezeichnet, ist der älteste Teil des historischen Zentrums von Gazzaniga. Dort ist der mittelalterliche Grundriss mit seinen Loggien, Arkaden und von Steinsäulen getragenen Portiken noch sichtbar. Zum historischen Ortsbild gehört auch das Mausoleo Briolini. Es wurde 1897 auf Wunsch von Decio Briolini errichtet, der dort gemeinsam mit seiner Frau Camilla Gout, seinem Vater Luigi und seinen Geschwistern Felice, Luigia, Maria in Gilberti und Antonia in Giambarini beigesetzt wurde. Der Bau besitzt einen schlanken neogotischen Entwurf des Architekten Pandini.

Auf dem Colle del Castello befindet sich eine kreisförmige, terrassierte Anlage, in deren Innerem eine kleine Kirche mit einem alten Turm steht. Weiterhin sind dort der Turm und die Struktur des alten Oratoriums erhalten, das offenbar nicht mehr den Namen S. Carlo del Castello trägt. In Orezzo sind Bauernhäuser mit mittelalterlichem Grundriss sowie Holzloggien mit verflochtenen Balkonen noch sichtbar. Das Oratorio della SS. Trinità in Orezzo wurde 1585 erbaut. Die Kirche der SS. Trinità bewahrt einen Altar und weitere Verzierungen an den Seitentüren aus der Manni-Schule sowie kostbare alte Gemälde.

Weg durch Wiesen, Wälder und Hanglagen

Für Reisende, die neben Kirchen und Ortsgeschichte auch Bewegung im Freien einplanen möchten, beginnt in Gazzaniga der CAI-Weg 523. Er führt durch Wiesen, Wälder und Hanglagen zum Monte Poieto. Eine weitere räumliche Orientierung bietet der Giardino Geologico della Valle Seriana: Er liegt nördlich der Feuerwehrstation von Gazzaniga zwischen der Schnellstraße des Valle Seriana und den Anschlussstellen Gazzaniga-Cene. Durch das Gelände verläuft auch ein Rad- und Fußweg.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bergamo.

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