Sorisole: Berge, Geschichte und Wege zwischen Petosino und Canto Alto
Unterkünfte in Sorisole
Das Gebiet erstreckt sich von der interkollinen Ebene von Petosino bis zum 1.146 Meter hohen Gipfel des Canto Alto. Dazwischen liegen etwa 850 Höhenmeter.
Höhenlage, Gestein und Landschaft
Der Canto Alto prägt den bergbezogenen Charakter Sorisoles. Einige seiner Grate sind von offenen Lebensräumen und blütenreichen Gipfelwiesen geprägt. Diese Landschaft steht neben ungewöhnlichen geologischen Erscheinungen. Der Morla ist oberhalb von Sorisole aus geologischer Sicht besonders interessant, weil unterirdische Höhlen seinen Lauf begleiten.
Auch an der Forcella di Camblì lässt sich der Untergrund detailliert betrachten. Dort sind graue, grüne und rote, dicht laminierte Tonsteine und Mergel mit eingeschalteten Kalksteinschichten zu sehen. Hinzu kommen dünne Lagen schwarzer bituminöser Tonsteine. Diese Gesteine gehören zur Formation der „Marne di Bruntino“. Für Naturinteressierte ergänzt die Gelbbauchunke (Bombina variegata) den biologischen Blick auf zeitweilige Gewässer: Sie legt ihre Eier in zeitweiligen Tümpeln und Tränken ab und bevorzugt sonnige Gewässer.
Wege zur Forcella di Camblì
Die Forcella di Camblì ist sowohl von der Cappella del Pisgiù über den CAI-Weg 220 als auch von der Forcella della Rua über den CAI-Weg 113 erreichbar. Der Wanderweg 220 beginnt am Restaurant „Pisgiù“ nördlich von Sorisole. Dorthin führt eine schmale Straße; am Ausgangspunkt gibt es Parkmöglichkeiten. Für die Planung eines Zustiegs in Sorisole zählt daher der Ausgangspunkt: Am Restaurant „Pisgiù“ verbinden sich schmale Zufahrt und Parkmöglichkeiten, während der zweite Zugang an der Forcella della Rua ansetzt und über den CAI-Weg 113 verläuft.
Chiesa di San Pietro im historischen Ortszentrum
Die Chiesa di San Pietro befindet sich im historischen Ortszentrum von Sorisole. Die heutige Kirche wurde 1704 begonnen, nachdem die ältere, der Madonna geweihte Kirche abgerissen worden war. 1739 wurde die Chiesa di San Pietro geweiht und zur Präpositurkirche erhoben.
Ihr kultureller Stellenwert reicht über die Baugeschichte hinaus. Die Chiesa Prepositurale di San Pietro apostolo e Sant’Alessandro martire gilt als Museum der bergamaskischen Barockkunst. Wer den Ortskern als Schwerpunkt wählt, begegnet hier einer Kirche, deren Entstehung, Weihe und kirchlicher Rang eng mit der Geschichte Sorisoles verbunden sind.
Bergzeichen, Brauch und Kletterwand
Auf dem Canto Alto steht das noch bestehende dritte Kreuz. Es wurde am 2. September 1979 eingeweiht und ist 32,5 Meter hoch.
Zum lokalen Brauchtum gehört das traditionelle „Lotto dei Morti“. Es zählt zu den charakteristischen Bräuchen von Sorisole und wird von den Pfarrgemeinden gepflegt. Einen weiteren bergbezogenen Anlaufpunkt bildet die Falesia „Cörna di Marte“, eine Felswand oberhalb von Sorisole, die für das Freiklettern ausgerüstet ist.
Weitere Orte für den Vergleich sind Cene, Valbondione, Carona, Villa Di Serio, Nembro, Serina, Zogno und Scanzorosciate.
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