Fermo – Kultur zwischen Hügellage und Küste
Unterkünfte in Fermo
Fermo liegt auf dem Colle Sabulo auf etwa 320 Metern über dem Meeresspiegel und etwa 6 Kilometer vom Meer entfernt. Zwischen dieser erhöhten Lage und der Küste entfaltet sich ein Ziel mit dichtem historischem Erbe, Museen, Theater, zeitgenössischer Stadtkultur und Stränden.
Kultur und Geschichte
Die Piazza del Popolo bildet das Herz der Stadt Fermo. Gemauerte Arkaden aus dem 16. Jahrhundert rahmen den Platz ein, an dem sich außerdem die ältesten öffentlichen Gebäude der Stadt befinden. Neben dem Dom liegt das Museo Diocesano in den früheren Räumen der aufgelösten Confraternita del Suffragio. Zu seinen Exponaten gehören eine Kasel in arabischer Kunst, die dem heiligen Thomas Becket gehört hatte, sowie das Messale de Firmonibus, ein 1436 von Giovanni di Ugolino da Milano illuminierter Kodex. Die Pinakothek des Museums erstreckt sich über zwei Etagen: Auf der unteren befinden sich Tafeln aus dem 15. und 16. Jahrhundert, auf der oberen Leinwandgemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Der Dom von Fermo besitzt eine romanisch-gotische Fassade und überwiegend neoklassizistische Innenräume. Im Inneren können die Fundamente einer frühchristlichen Basilika und eine Krypta aus dem 18. Jahrhundert besichtigt werden. Ein weiteres wasserbauliches Zeugnis aus der augusteischen Zeit sind die Römischen Zisternen von Fermo; ihr Eingang befindet sich in der Via degli Aceti. Im Palazzo dei Priori liegt die Sala del Mappamondo mit einem hölzernen Globus, der 1713 vom Abt Amanzio Moroncelli gezeichnet wurde.
Auch die Biblioteca Civica Romolo Spezioli gehört zum historischen Bestand der Stadt. Sie blickt auf drei Jahrhunderte Geschichte zurück und bewahrt 3.000 Manuskripte, 127 Kodizes und 300.000 Dokumente. Im Palazzo Paccaroni befinden sich das Museo Polare „Silvio Zavatti“ und das Museo di Scienze Naturali „Tommaso Salvadori“.
Kirchen und historische Räume
Die Chiesa di San Filippo Neri, auch Chiesa del Santo Spirito genannt, wurde ab 1594 errichtet und 1607 geweiht. Die Chiesa di San Francesco in Fermo ist eine gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Dort befindet sich das von Andrea Sansovino geschaffene Grabmonument für Euffreducci aus dem Jahr 1527. Das Oratorio di Santa Monica ist vollständig mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert zu den Geschichten des heiligen Johannes des Täufers und des heiligen Johannes des Evangelisten ausgemalt.
Das Teatro dell’Aquila in Fermo wurde 1791 eingeweiht und anschließend mehrfach restauriert. Jährlich umfasst sein Veranstaltungsprogramm Oper, Musik, Schauspiel und Angebote für jüngere Besucher. Die Freiluftarena von Villa Vitali kann über einen kommunalen Dienst reserviert werden. Villa Vitali selbst ist eine Villa aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt einen der öffentlichen Parks von Fermo.
Im Terminal Mario Dondero befindet sich ein Kulturraum in einer modernen Ankunfts- und Abfahrtsstation, der Ausstellungen und Veranstaltungen beherbergt. Das Gabinetto delle stampe e dei disegni in Fermo umfasst etwa 6.500 Druckgrafiken und 4.500 Zeichnungen.
Landschaft, Küste und Gegenwart
Der Parco del Girfalco bietet einen Panoramablick über Fermo. An der Küste verbinden sich Strände mit goldenem Sand mit Abschnitten aus glatten weißen Kieseln. An Stränden wie Lido di Fermo, Casabianca und Marina Palmense können Segeln, Windsurfen und Kitesurfen betrieben werden.
Mit FUM besitzt Fermo außerdem ein Freiluftmuseum für urbane Kunst. Dazu gehören ein Rundgang zu den Wandgemälden der Stadt sowie Workshops und Labore in einem multidisziplinären Raum. Einen historischen Bezug im Veranstaltungskalender bildet die Cavalcata dell’Assunta: Diese historische Nachstellung führt am Abend des 14. August und am Nachmittag des 15. August durch die Straßen der Stadt.
Regionale Küche
Zur traditionellen Küche des Fermo-Gebiets gehören Ciauscolo und kräftig aromatische lokale Käsesorten. Damit steht neben dem kulturellen und küstennahen Angebot auch eine eigenständige regionale Geschmackswelt im Mittelpunkt.
Anreise und weitere Ziele
Fermo ist über die Staatsstraße 16 in Richtung Fermo ab Porto San Giorgio sowie über die A14 Bologna–Canosa, Ausfahrt Porto San Giorgio–Fermo, erreichbar.
Weitere Ziele: Montefortino, Macerata, Pesaro - Urbino, Provinz Ascoli Piceno.
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