Monti: Bergwege, Wald und Kultur

Sentiero delle Carbonaie und Big Bench del Pian

Der Sentiero delle Carbonaie führt von Monti auf 1200 Metern zum Col Cialmetta auf 1303 Metern. Der Weg weist etwa 120 Höhenmeter auf, dauert ungefähr eine Stunde, ist mit dem Schwierigkeitsgrad E bewertet und trägt die Wegmarkierung 204A. Für Besucher, die eine zeitlich überschaubare Wanderung mit eindeutigem Ziel suchen, bietet der Weg eine klar umrissene Bergetappe.

Die Big Bench del Pian liegt auf Bergwiesen, die von den für diese Bergregion typischen Rhododendren bedeckt sind. Über einen 15–20-minütigen Spaziergang ist die Big Bench del Pian leicht erreichbar. Der kurze Zugang führt zu einem konkreten Ziel in einer Bergwiesenlandschaft, deren Charakter durch die Rhododendren geprägt ist. Für einen Aufenthalt, bei dem neben längeren Wegen auch kürzere Unternehmungen Platz finden sollen, bleibt der Spaziergang zeitlich überschaubar.

Waldweg und Erinnerungskultur

Der Sentiero dei Laghetti ist ein leichter Spazierweg durch kühle, schattige Buchen- und Lärchenwälder. Zu geeigneten Zeiten kommen in den Wäldern reichlich Pilze vor. Der Sentiero dei Laghetti beginnt unterhalb der Kapelle von Monti neben einem eindrucksvollen Denkmal, das an die Widerstandshandlungen in der Umgebung erinnert. Die Waldpassage, die leichte Einstufung und der Bezug zur Erinnerung an die Widerstandshandlungen geben dem Weg einen eigenständigen Charakter innerhalb der Monti-Ausflugsziele.

Am Eingang der Fraktion Monti steht die Chiesa della Beata Vergine Assunta in beherrschender Lage. Die Chiesa della Beata Vergine Assunta ist über eine von der Straße abzweigende Treppe erreichbar. Die Kirche ist ein typisches Beispiel für die zwischen 1600 und 1700 in den Valli di Lanzo errichteten Hirtenkapellen. Die Lage am Eingang der Fraktion und der Zugang über die Treppe machen die Kirche zu einem gut abgrenzbaren Kulturziel, dessen Bauform in die Geschichte der Valli di Lanzo einzuordnen ist.

Uja di Calcante: Klettern, Pflanze und Bergbaugeschichte

Der Grat zwischen der Uja di Calcante und der nahe gelegenen Punta Lunelle (1384 m) ist ein historisches Klettergebiet für Turiner Bergsteiger. Die räumliche Beziehung zwischen dem Grat, der Uja di Calcante und der Punta Lunelle gehört zum besonderen Bergprofil von Monti. Der Hinweis auf Turiner Bergsteiger verleiht dem Klettergebiet zudem einen klaren regionalen Bezug, ohne den Grat mit einem anderen Bergziel gleichzusetzen.

An den Hängen der Uja di Calcante befindet sich eines der sehr wenigen bekannten Vorkommen von Euphorbia gibelliana. Die endemische Pflanze kommt ausschließlich in den Grajischen Alpen vor. Das botanische Merkmal ergänzt die Berglandschaft um eine Besonderheit, deren Verbreitung auf die Grajischen Alpen beschränkt ist. Für naturkundlich interessierte Besucher erhält die Uja di Calcante dadurch neben dem Klettergebiet einen zweiten, eigenständigen Bezugspunkt.

Auf den Hängen der Uja di Calcante zeugen einige Schächte und ein ehemaliger Versorgungsmaultierpfad von früheren Bergbauaktivitäten. Die früheren Bergbauaktivitäten wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt. Schächte und Maultierpfad stehen somit für Spuren einer abgeschlossenen Bergbaugeschichte und nicht für einen aktuellen Bergbaubetrieb.

Kurze Trainingsstrecke mit dem Fahrrad

Monti–Rangirot gehört zu den kurzen Trainingsstrecken in der Umgebung von Mezzenile.

Weitere Ziele: Exilles, Beaulard, Cuorgnè, Sestriere, Bardonecchia, Torre Pellice, Sauze D'oulx, Giaveno

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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