Sherpa Ausbildung für Berghütten
Sherpa Ausbildung für Berghütten
Etwa 30 Sherpas waren seit Mai in Tiroler Alpenhütten eingesetzt. Nun sagen sie Tirol ade und kehren in das heimatliche Nepal zurück.
Sherpa Projekt NepalHilfe
NepalHilfe heißt das Sherpa Projekt, das der Alpinist Wolfgang Nairz vor vier Jahren ins Leben rief. Er wurde z. B. 1978 berühmt als Expeditionsführer der Mount Everest Erstbesteigung ohne Sauerstoff. Nepal war für Wolfgang Nairz eine Art zweite Heimat geworden. So folgte er dem Wunsch, etwas für die Menschen in Nepal zu tun. So wurde das für Skiurlaub berühmte Gebiet Tirol Mittelpunkt der NepalHilfe.
Sherpas als Praktikanten
20 angeschlossene Gasthaus- und Hüttenwirte nahmen die Sherpas als Praktikanten auf. Während des Sommers zeigten sie ihnen Wissenswertes über Strom- und Wasserleitungen, Erhalt der Zugangswege und deren Markierung. Die Sherpas lernten viel über Hygiene, einschließlich Müllentsorgung und Umweltschutz. Gästebetreuung, Verbesserung der englischen und deutschen Sprachkenntnisse gehörten zum Thema. Küchenbereiche standen auf dem Programm, wie Lagerung und Verwertung von Lebensmitteln und Kochkunst aus Tirol. Ziel war, das Grundwissen für reibungslosen Betrieb einer Berghütte an die Sherpas weiter zu geben.
Positive Resultate
Die Ergebnisse des Projekteinsatzes sind in Nepal bereits deutlich. Schon an Hygiene und Sauberkeit sind Nepalhütten und Lodges zu erkennen, die in Tirol geschulten Sherpas geleitet werden. In der Nähe herum liegende Berge von Müll fehlen. Auch der Service unterscheidet sich. Trekkingleiter und Hüttenwirte mit Tiroler Erfahrung können sich auf die Gäste einstellen. Sie verstehen deren Wünsche. Das ist sehr wichtig. Denn ein beachtlicher Teil der Nepal Urlauber unternimmt Trekking Touren im Himalaya Gebirge.
So wurde das für Skiurlaub berühmte Skigebiet Tirol zum Zentrum der NepalHilfe - Hilfe zur Selbsthilfe. Wie man sieht, hat es sich gelohnt.
Datum: 02.10.2007