Schnee satt in Süd-Österreich

Schnee satt in Süd-Österreich
Schnee satt in Süd-Österreich

1,20 Meter Neuschnee in Süd-Österreich – die Alpenrepublik kann sich über Schneemengen in der angehenden Skisaison 2008/2009 nicht beklagen. Der Haken an der Sache: Eigentlich ist es noch zu warm und zwischen den Neuschnee hat sich auch Regen gemischt. Der feuchte, zu warme Schnee kann leicht abrutschen. Die bestehende Schneedecke konnte sich bisher nicht mit dem Neuschnee verbinden – dass heißt Lawinengefahr.

Kärnten mit Lawinengefahrstufe 4

Besonders betroffen ist das südliche österreichische Bundesland Kärnten (siehe www.kaernten-netz.de). Hier wurde die Lawinengefahrstufe 4 ausgerufen – eine sehr hohe Risikostufe. Skiwanderungen und Skiabfahrten an riskanten Hängen und Tälern sind abgesagt. Von Skitouren abseits der Pisten warnt der Lawinenwarndienst des Landes Kärnten dringend ab. Für viele Straßen in Kärnten – und ganz Österreich – gilt jetzt Schneekettenpflicht. Wegen der Lawinengefahr sind auch viele Straßen gesperrt: Das Kärntner Lesachtal ist derzeit – wahrscheinlich bis Donnerstag – komplett von der Außenwelt abgeschnitten, alle Zufahrtsstraßen sind gesperrt. Auch gesperrt ist die Gailtal-Bundesstraße (B111) und der Plöckenpass. Die meisten Pass- und Bergstraßen sind sowieso nur mit Schneeketten befahrbar.

Osttirols Lawinengefahr

Auch in Osttirol schlug der Schneegott zu. Hier ging allerdings bereits am Abend der Schnee in Regen über. Im Lienzer Talboden waren alle Zufahrtswege in die Seitentäler wegen Lawinengefahr gesperrt. Was für die Sicherheit der Schneedecke nun benötigt würde, ist ein tüchtiger Kälteeinbruch. Dieser ist allerdings in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Weiterer Neuschnee in den nächsten Tagen auch nicht – die Temperaturen werden auf 0-8 Grad vorausgesagt. Trotzdem: Bereits für Mittwoch und Donnerstag prognostizieren die Meteorologen hervorragendes Skiwetter mit ganztägigem Sonnenschein in den Bergen, nur im Osten ist mit Niederschlägen zu rechnen.

Auslöser für den „Schneesegen“ ist ein meteorologisches Tief aus Nordostitalien. Das Tief hatte zum Beispiel in der Lagunenstadt Venedig zu einem Hochwasser geführt, das selbst den Markusplatz unter 30 Zentimeter tiefes Wasser setzte. Gewinner für deutsche Skifans aus dieser Wetterfront in Deutschland ist das Bundesland Thüringen. Hier gab es Schnee ab 200 Meter – ohne das Schneechaos.

Datum: 02.12.2008

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