Neue Diskussion um Helmpflicht und Pistenwächter

Neue Diskussion um Helmpflicht und Pistenwächter
Neue Diskussion um Helmpflicht und Pistenwächter

Der schwere Ski-Unfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus mit einer 41-jährigen Skifahrerin hat die seit Jahren immer mal wieder aufkommende Diskussion um eine Helmpflicht und Pistenwächter erneut ins Rollen gebracht. Während Althaus den Ski-Unfall mit schweren Kopfverletzungen überlebt hat, kam für die Skitouristin und Mutter von vier Kindern aus der Slowakei jede Hilfe zu spät.

In Hilde Gerg und Markus Wasmeier finden sowohl die Helmpflicht als auch die Pistenwächter in den Skigebieten der Alpen äußerst prominente Fürsprecher. Gerg richtete sich in einem Appell insbesondere an alle Erwachsene, die in Begleitung mit Kindern und Jugendlichen auf den Skihängen unterwegs seien und ermahnte sie, ihre Vorbildfunktion ernst zu nehmen und beim Skifahren einen Helm zu tragen. Die Weltmeisterin von 2005 musste vor knapp einem Jahr bei einem Sturz ohne Helm selbst schmerzhafte Erfahrungen machen und fährt seither nur noch mit Kopfschutz Ski.

Ähnlicher Ansicht ist Markus Wasmeier, der zweifache Olympiasieger von 1994. Verletzungen am Kopf seien mit Abstand die häufigste Todesursache bei Unfällen auf der Skipiste, weshalb hier ein besonderer Schutz erforderlich sei, so Wasmeier. Darüber hinaus macht sich Wasmeier für Pistenwächter stark, die besonders übermütige oder alkoholisierte Skifahrer notfalls aus dem Verkehr ziehen. Als Vorbilder nannte er hier Italien, wo Kinder unter 16 Jahren beim Skifahren einen Helm tragen müssen, und Kanada, das seine Skigebiete sehr erfolgreich mit Pistenwächtern sichert.

Datum: 05.01.2009