Skigebiete in Österreich trotzen der Finanzkrise
Skigebiete in Österreich trotzen der Finanzkrise
Die Betreiber von Skiliften, Hotels und gastronomischen Einrichtungen in Österreich ziehen für die diesjährige Ski-Saison eine durchweg positive Zwischenbilanz. Schon der November präsentierte sich mit 3,6 Millionen Übernachtungen in Österreich in etwa auf dem Niveau des Vorjahresmonats, im Dezember konnten die Buchungszahlen sogar leicht gesteigert werden, was womöglich auch durch die ungewöhnlich starken Schneefälle begünstigt wurde.
Zwischen den Jahren, also von Weihnachten bis kurz nach Sylvester, waren die meisten Skihütten und Hotels von der Steiermark über Tirol bis ins Salzburger Land restlos ausgebucht, was den positiven Trend der Vorwochen eindrucksvoll bestätigte. Hans Schenner, der Tourismus-Obmann der Wirtschaftskammer Österreich, zeigt sich besonders über den großen Zuspruch aus Osteuropa angetan. Ski-Touristen aus Russland, Polen und Tschechien sorgten für Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich und bestätigten Österreich auch in dieser Wintersaison wieder als weltweit führende Ski-Destination. Aus Deutschland, Italien und der Schweiz, die die meisten Winterurlauber in Österreich stellen, kamen ebenfalls etwas mehr Ski-Touristen nach Österreich, auch wenn die Zuwachsraten hier nur sehr gering ausfielen.
Mit einem Übergreifen der Finanzkrise auf den Ski- und Wintertourismus in Österreich wird erst ab März und damit gegen Ende der Ski-Saison gerechnet. Im europäischen Vergleich könnte Österreich jedoch mit einem blauen Auge davon kommen, da die möglichen Einbrüche in der Alpenrepublik derzeit mit maximal 2,5 % angegeben werden, während andernorts Umsatzeinbußen von bis zu 5 % und mehr befürchtet werden müssen.
Datum: 08.01.2009