Unfälle im Skiurlaub gehen zurück

Unfälle im Skiurlaub gehen zurück
Unfälle im Skiurlaub gehen zurück

Gute Nachrichten für alle Wintersportler, die ihren Urlaub gerne auf Skiern oder dem Snowboard verbringen. Wie auf dem Europäischen Orthopädie Kongress (ERFORT) bekannt wurde, der dieser Tage in der österreichischen Hauptstadt Wien stattfindet, geht die Anzahl der Verletzungen und daraus resultierender stationärer Behandlung seit einigen Jahren konstant zurück.

Während in Österreich vor fünf Jahren noch knapp 70.000 Touristen während ihres Urlaubs in den Alpen ein Krankenhaus von innen sehen mussten, waren es in der zurückliegenden Skisaison nur noch rund 60.000 Unfallopfer, was einem Rückgang von 15 % entspricht. Die für Österreich gültigen Zahlen zum Rückgang von Skiunfällen mit Verletzungsfolgen können auch auf Deutschland und die Schweiz angewendet werden, wie von den anwesenden Medizinern bestätigt wurde, die aus den Nachbarländern den Weg über die Alpen zum ERFORT in Wien gefunden haben. In Deutschland, wo allerdings die Skisaison 1979/80 zum Vergleich herangezogen wurde, sank die Zahl der Skiunfälle um 50 %, für die Schweiz wurden in Wien ähnliche Zahlen wie für Österreich präsentiert.

Die Expertenrunde beim ERFORT ist sich nach der Auswertung dieser Statistiken darin einig, dass die zunehmende Verbreitung von Carving-Skiern und Snowboards auf den Pisten der Alpen nachweislich nicht zu einem Anstieg der Unfälle geführt hat. Solches wurde von nicht wenigen Skeptikern prophezeit, als Carving-Skier und Snowboards seit der Jahrtausendwende immer beliebter wurden. Nichts geändert hat sich hingegen an den Arten der Verletzungen, die nach Skiunfällen am häufigsten diagnostiziert werden. Hier “führen“ nach wie vor die Bänderrisse, gefolgt von Schulter- bzw. Schlüsselbeinbrüchen und Kopfverletzungen aller Art.

Datum: 09.06.2009