Durchbruch Gotthard-Tunnel

Wengen Abenddämerung mit Jungfrau
Die Abenddämmerung im autofreien Ferienort Wengen ist nur eins von Tausend Reizen zum Skifahren in die Schweiz aufzubrechen. Der Gotthard-Tunnel wird schon in wenigen Jahren eine Entlastung für die Alpenpässe garantieren.

Der Gotthard-Tunnel wird bald die Anreise zu den Skigebieten der Schweiz und in der Weiterfahrt zu den Skigebieten Italien sowie der Skigebiete in Slowenien und Kroatien erleichtern. In wenigen Tagen, genau genommen, und wenn weiterhin alles nach Plan verläuft, soll der Durchstich durch das Massiv des Gotthard am 15. Oktober 2010 erfolgen.

Das gigantische Projekt nennt sich Neat-Projekt und entstand vor rund 25 Jahren in den Köpfen und begann in der Umsetzung etwa 10 Jahren mit Bewilligung des Volkes Stimme. NEAT bedeutet Neue Eisenbahn Alpentransversale. Der Hintergrund für dieses gewaltige Projekt ist und bleibt der Transit durch die Alpen, der sich seit Jahren nur zu vermehren scheint. Ein Großteil der Lkw-Transporte soll dank des neuen Gotthard-Tunnels dann auf die Schienen verlegt werden. Man spricht von einer Zeitersparnis von rund einer Stunde, wobei Kritiker die Meinung vertreten, dass allein die „Lkw-Bahnhöfe“ diese Zeit wieder wettmachen. Ob mit oder ohne Zeitersparnis, derzeit jonglieren nach Angaben der dpa rund 1,3 Millionen LKW durch die Alpenpässe. Man erwartet, dass der neue Gotthard-Tunnel den bisherigen Alpenpass bis zu 50 % entlasten wird. Für den Bau der NEAT sollen rund 12.8 Milliarden Franken (8,7 Mrd. Euro) verwendet worden sein.

Derzeit fressen sich noch riesige Bohrer durch das Gotthard-Massiv. Zum 15. Oktober erwartet man den Durchbruch des Tunnels. Seine Länge wird 57 km betragen und wird somit der derzeit längste Tunnel der Welt werden. Wenn dann eines Tages die ersten Züge durch diesen Tunnel rollen, wird es auf den Straßen und Pässen zu den Skigebieten in der Schweiz und mit Weiterfahrt zu den Skigebieten Italiens deutlich ruhiger, somit auch verkehrssicherer werden und kann so vielleicht sogar schneller ans Ziel gelangen. Wenn auch die Verlegung der Schienen nach Plan verläuft, wird man Mailand von Zürich aus in nur 2 Stunden und 40 Minuten erreichen. Dabei darf der Zug, der durch den NEAT rast, eine Geschwindigkeit von 270 km/h erreichen, Güterzüge 160 km/h. Die Fertigstellung des Ceneri-Tunnels, welcher ebenfalls gerade entsteht und die Strecke rund um den Lötschberg entlasten soll, wird 2019 fertiggestellt sein. Skifahren in der Schweiz wird also noch in diesem Jahrzehnt, zumindest anreisetechnisch, zum Kinderspiel.

Katja Elflein

Foto: Mit freundlicher Genehmung von MySwitzerland

Datum: 10.10.2010

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