Skikleidung
Skikleidung
In jedem Jahr beginnt die Skisaison auf's neue, pünktlich am 07.11. eröffnen die meisten Skiregionen in Österreich die Wintersaison und die Seilbahnen nehmen ihren Betrieb auf. Jedes Jahr stellen sich viele Skihasen die Frage: "Ist meine Skikleidung noch in Ordnung, entspricht sie noch den modischen Anforderungen der kommenden Saison?" Bei den Kindern stellt sich eher die Frage ob der Anzug nicht zu klein geworden ist.
Planung und Ausrüstung
In den Sportfachgeschäften für Skikleidung hat man die Auswahl zwischen Hosen, Jacken und Overalls, sowie die dazu passende Unterwäsche, in allen Formen, Farben und Größen, von schlicht bis toppmodisch. Worauf muss geachtet werden, schon beim Kauf der Überbekleidung? Jeder Skiläufer hat eine andere Figur, da ist die Passform sehr wichtig, denn man soll sich in dem Anzug auch bewegen können, beim Laufen und auch nach einem Sturz. Ob nun eine Kombination aus Hose und Jacke gewählt wird, oder ein Overall, ist hierbei nicht entscheidend. Zu Berücksichtigen wäre, dass man mit einer Kombination mehr Möglichkeiten zum kombinieren hat und in der Spätsaison eventuell mit Hose und Jacke besser gedient ist, da die Jacke bei Sonnenschein abgelegt werden kann.
Wichtig ist natürlich das Material, es soll reißfest, wasserabweisend und wärmend sein. Die Firma Lasse Kjus hat als Beispiel eine Jacke im Programm, die mit einer eingearbeiteten Sturmmütze im Kragen versehen ist und aus einem Material besteht, welches sich der jeweiligen Körpertemperatur anpasst. Kühlt der Körper aus, erwärmt sich das Material, fängt der Körper an zu schwitzen, kühlt das Material.
Es ist ganz wichtig bei Skikleidung auf schweissabsorbierendes Material zu achten, da leicht in den Bergen Temperaturen von -10 Grad herrschen können. Verschwitzt macht kein Skiurlaub Freude.
Unzählige Marken tummeln sich auf dem Markt für Skikleidung, angefangen von Marken wie Head über Eisbär bis zu sehr traditionellen Anbietern. Eine sehr gute Idee hatte die Firma Phönix mit ihrem Kinderskianzug "Suku Suku", einem mitwachsenden Skianzug, an dem Ärmel und Hosenbeine verstellbar sind. Im Kinderbereich sind auch sehr modische Firmen wie EX 10 und O'Neill vertreten.
Foto:Conanil/flickr.com
Skikleidung richtig auswählen
Bei Skikleidung kommt es weniger auf den niedrigsten Preis als auf Passform, Einsatzbereich und zuverlässige Funktion an. Ausrüstung für den Skiurlaub muss bei Kälte, Nässe, Wind und Bewegung funktionieren. Sie sollte weder drücken noch verrutschen und auch nach mehreren Stunden auf der Piste angenehm bleiben. Wer selten fährt, kann vieles leihen oder gezielt günstige Modelle wählen; wer regelmäßig unterwegs ist, profitiert von langlebigem Material und guter Beratung.
Vor dem Kauf lohnt sich ein realistischer Blick auf das eigene Fahrniveau. Anfänger benötigen robuste, gut kontrollierbare Ausrüstung. Sportliche Fahrer achten stärker auf direkte Kraftübertragung, Stabilität und präzises Handling. Für Kinder und Jugendliche ist die richtige Größe besonders wichtig, weil zu große oder zu harte Teile den Lernfortschritt erschweren und die Sicherheit mindern können.
Komfort und Sicherheit auf der Piste
Gute Skikleidung unterstützt Bewegungsfreiheit und schützt dort, wo Belastung entsteht. Nähte, Verschlüsse, Polster, Kanten, Sohlen oder Gläser sollten zur jeweiligen Ausrüstung passen und sorgfältig geprüft werden. Kleine Schwächen machen sich im Skiurlaub schnell bemerkbar: kalte Hände, Druckstellen, schlechte Sicht oder unruhiges Fahrverhalten können einen Skitag deutlich verkürzen.
Auch Pflege und Transport gehören zur Planung. Trockene Lagerung, saubere Oberflächen und regelmäßige Kontrolle verlängern die Nutzungsdauer. Bei sicherheitsrelevanter Ausrüstung sollte man Beschädigungen nicht improvisieren, sondern im Fachgeschäft prüfen lassen. Gerade vor der ersten Fahrt der Saison ist ein kurzer Check sinnvoll.
Kaufen, leihen oder ersetzen?
Leihen ist praktisch, wenn man nur gelegentlich fährt, neues Material testen möchte oder mit wenig Gepäck reisen will. Kaufen lohnt sich, wenn Passform und Gewohnheit wichtiger sind und die Ausrüstung über mehrere Winter genutzt wird. Ersetzen sollte man Skikleidung, wenn Schutz, Halt oder Funktion sichtbar nachlassen. Eine gut passende Ausrüstung macht den Skiurlaub komfortabler und hilft, sich auf Schnee, Wetter und Fahrtechnik zu konzentrieren.
Check vor der Reise
Vor dem Packen sollte Skikleidung einmal vollständig geprüft werden. Wichtig sind trockene Materialien, funktionierende Verschlüsse, saubere Kontaktflächen und eine Größe, die auch mit der geplanten Kleidung passt. Was zu Hause nur leicht unbequem wirkt, kann nach mehreren Stunden im Schnee stark stören. Deshalb lohnt sich ein kurzer Praxistest, bevor die Ausrüstung in den Koffer oder ins Auto kommt.
Bei geliehener Ausrüstung sollte man vor Ort genug Zeit für die Anpassung einplanen. Besonders in Ferienwochen entstehen Wartezeiten, und ein schneller Wechsel ist nicht immer sofort möglich. Wer eigene Ausrüstung nutzt, prüft besser vor der Abreise, ob Ersatzteile, Pflegeprodukte oder eine fachliche Einstellung nötig sind. Das spart Stress am ersten Skitag.
Typische Fehler vermeiden
Häufig wird Skikleidung zu groß, zu warm, zu steif oder nur nach Optik ausgewählt. Besser ist eine Entscheidung nach Einsatzzweck: gemütlicher Familienurlaub, sportliches Fahren, Snowboard, Langlauf oder mehrere Tage bei wechselndem Wetter stellen unterschiedliche Anforderungen. Gute Beratung hilft, Fehlkäufe zu vermeiden. Nach dem Urlaub sollte die Ausrüstung trocken, sauber und luftig gelagert werden, damit sie in der nächsten Saison wieder zuverlässig funktioniert.