Snowboard
Snowboard
Seit Anfang der 1990er Jahre erlebt das Snowboarden einen sehr starken Zuwachs an begeisterten Fahrern, die mit ihrem Brett die verschneiten Pisten hinunter gleiten. Bei den Snowboards unterscheidet man zwischen Race-, Carving-, Freeride- und Freestyle-Boards, die in den unterschiedlichen Disziplinen des Snowboardssport zum Einsatz kommen.
Das Snowboard sollte je nach Körpergröße und Gewicht zwischen 0,99 bis 1,8 m lang sein. Als Faustregel für Anfänger gilt, dass das Board bis zum Kinn bzw. Nasenspitze reichen sollte. Snowboards bestehen nach wie vor in der Regel aus verschiedenen Holzarten, bei denen die unterschiedlichen Eigenschaften der Holzarten kombiniert werden und hat einen Kern aus einer wabenartigen Aluminiumkonstruktion, Kunststoff oder Holz. Die Stahlkanten der Snowboards garantieren einen Halt auch auf eisiger und harter Piste und ermöglichen ein problemloses Kurven-fahren. Auf der Oberseite des Boards befindet sich die Platten- oder Softboot-Bindung. Auf der Unterseite ist der Fahrbelag, in der Fachsprache auch Base genannt, der eine hohe Gleitfähigkeit aufweisen und glatt und pflegeleicht, das heißt einfach zu wachsen, sein sollte. Ein weicher Belag muss öfter gewachst werden als ein robuster.
Beim Kauf eines Snowboards sollte man darauf achten, dass das Board die richtige Länge hat und die jeweils gewünschten Fahreigenschaften aufweist. Anfänger greifen in der Regel auf ein Freestyle-Snowboard zurück, da es ein Allroundboard ist und sich sowohl für das Befahren von Tiefschnee als auch von klassischen präparierten Pisten eignet. Außerdem verzeihen die weicheren Freestyle-Boards leicht Fehler und ermöglichen Anfängern dadurch einen schnellen Lernfortschritt. Der Nachteil zu einem harten Snowboard liegt darin, dass es bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr gut kontrollierbar ist und zu flattern anfängt.
Foto: Satoru Kikuchi/flickr.com
Snowboard richtig auswählen
Bei Snowboard kommt es weniger auf den niedrigsten Preis als auf Passform, Einsatzbereich und zuverlässige Funktion an. Ausrüstung für den Skiurlaub muss bei Kälte, Nässe, Wind und Bewegung funktionieren. Sie sollte weder drücken noch verrutschen und auch nach mehreren Stunden auf der Piste angenehm bleiben. Wer selten fährt, kann vieles leihen oder gezielt günstige Modelle wählen; wer regelmäßig unterwegs ist, profitiert von langlebigem Material und guter Beratung.
Vor dem Kauf lohnt sich ein realistischer Blick auf das eigene Fahrniveau. Anfänger benötigen robuste, gut kontrollierbare Ausrüstung. Sportliche Fahrer achten stärker auf direkte Kraftübertragung, Stabilität und präzises Handling. Für Kinder und Jugendliche ist die richtige Größe besonders wichtig, weil zu große oder zu harte Teile den Lernfortschritt erschweren und die Sicherheit mindern können.
Komfort und Sicherheit auf der Piste
Gute Snowboard unterstützt Bewegungsfreiheit und schützt dort, wo Belastung entsteht. Nähte, Verschlüsse, Polster, Kanten, Sohlen oder Gläser sollten zur jeweiligen Ausrüstung passen und sorgfältig geprüft werden. Kleine Schwächen machen sich im Skiurlaub schnell bemerkbar: kalte Hände, Druckstellen, schlechte Sicht oder unruhiges Fahrverhalten können einen Skitag deutlich verkürzen.
Auch Pflege und Transport gehören zur Planung. Trockene Lagerung, saubere Oberflächen und regelmäßige Kontrolle verlängern die Nutzungsdauer. Bei sicherheitsrelevanter Ausrüstung sollte man Beschädigungen nicht improvisieren, sondern im Fachgeschäft prüfen lassen. Gerade vor der ersten Fahrt der Saison ist ein kurzer Check sinnvoll.
Kaufen, leihen oder ersetzen?
Leihen ist praktisch, wenn man nur gelegentlich fährt, neues Material testen möchte oder mit wenig Gepäck reisen will. Kaufen lohnt sich, wenn Passform und Gewohnheit wichtiger sind und die Ausrüstung über mehrere Winter genutzt wird. Ersetzen sollte man Snowboard, wenn Schutz, Halt oder Funktion sichtbar nachlassen. Eine gut passende Ausrüstung macht den Skiurlaub komfortabler und hilft, sich auf Schnee, Wetter und Fahrtechnik zu konzentrieren.
Check vor der Reise
Vor dem Packen sollte Snowboard einmal vollständig geprüft werden. Wichtig sind trockene Materialien, funktionierende Verschlüsse, saubere Kontaktflächen und eine Größe, die auch mit der geplanten Kleidung passt. Was zu Hause nur leicht unbequem wirkt, kann nach mehreren Stunden im Schnee stark stören. Deshalb lohnt sich ein kurzer Praxistest, bevor die Ausrüstung in den Koffer oder ins Auto kommt.
Bei geliehener Ausrüstung sollte man vor Ort genug Zeit für die Anpassung einplanen. Besonders in Ferienwochen entstehen Wartezeiten, und ein schneller Wechsel ist nicht immer sofort möglich. Wer eigene Ausrüstung nutzt, prüft besser vor der Abreise, ob Ersatzteile, Pflegeprodukte oder eine fachliche Einstellung nötig sind. Das spart Stress am ersten Skitag.
Typische Fehler vermeiden
Häufig wird Snowboard zu groß, zu warm, zu steif oder nur nach Optik ausgewählt. Besser ist eine Entscheidung nach Einsatzzweck: gemütlicher Familienurlaub, sportliches Fahren, Snowboard, Langlauf oder mehrere Tage bei wechselndem Wetter stellen unterschiedliche Anforderungen. Gute Beratung hilft, Fehlkäufe zu vermeiden. Nach dem Urlaub sollte die Ausrüstung trocken, sauber und luftig gelagert werden, damit sie in der nächsten Saison wieder zuverlässig funktioniert.
Letzter Artikel
Skihase
Skihase vs. Skilehrer - ein gerne inszeniertes Rollenspiel im skiurlaub. Dabei muss man ein genaues Auge auf den Skihasen werfen - eine ganz eigene Spezie in den winterlichen Bergen.
Schneekanone
Schneekanonen in der Kritik kurz erklärt: worauf Reisende achten sollten, welche Orte und Unterkünfte passen und welche Hinweise die Planung im Winter erleichtern.
Der richtige Skihelm
Sicherheit fährt mit: Wie findet man den richtigen Skihelm richtige Skihelm? Tipps und Hinweise für den Kopfschutz beim Skifahren.
Skiwacht
Skiwacht im Winterurlaub erleben
Skiwacht kann den Skiurlaub abwechslungsreicher machen, besonders wenn nicht jeder Tag auf der Skipiste...
Skipflege
Skipflege richtig auswählen
Bei Skipflege kommt es weniger auf den niedrigsten Preis als auf Passform, Einsatzbereich und zuverlässige...