Fiera di Primiero zwischen Wasserläufen und Bergblicken
Fiera di Primiero liegt am Zusammenfluss der Bäche Canali und Cismon. Über die Rivetta Koch gelangen Sie von Fiera di Primiero in wenigen Minuten zum Ortsteil Pieve. Von Fiera di Primiero aus sind die Pale di San Martino in einer besonders charakteristischen Perspektive sichtbar.
Kirchen und historische Architektur
Zu den bedeutenden architektonischen Zeugnissen von Fiera di Primiero gehört die Chiesa della Madonna dell’Aiuto. Fiera di Primiero wurde im 15. Jahrhundert als Ort für Märkte und Handelsaustausch gegründet. Entlang der Contrada stehen farbenfrohe Reihenhäuser, die für Tiroler Alpendörfer typische Architekturmerkmale zeigen. Die Chiesa arcipretale di Santa Maria Assunta ist im gotischen Stil erbaut und wurde größtenteils von Arbeitern aus den örtlichen Bergwerken errichtet. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1493. So lässt sich an einem einzelnen Bauwerk sowohl die gotische Formensprache als auch die Verbindung zur örtlichen Bergbaugeschichte ablesen.
Die Chiesetta di San Martino a Pieve stammt aus der ottonischen Zeit, ist etwa zehn Jahrhunderte alt und weist deshalb einen romanischen Stil auf. Die Kirche bewahrt Fragmente wertvoller Fresken. Bis Mitte September ist die Chiesetta di San Martino a Pieve dienstags bis sonntags von 09:00 bis 12:00 Uhr sowie von 15:30 bis 18:30 Uhr zur Besichtigung geöffnet.
Bergbaugeschichte am Palazzo delle Miniere
Der Palazzo delle Miniere wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet. Das Gebäude ist ein bedeutendes Beispiel spätgotischer Architektur, vermutlich mit Einfluss aus Brixen. Der historische Naturlehrpfad „Sui passi dei Canopi“ beginnt am Palazzo delle Miniere und führt bis zum Eingang der Galerie „Friole“.
P-QUÌ ist ein interaktives Museum im Palazzo delle Miniere und eine Zeitleiste zur Geschichte von Primiero; eröffnet wurde es im Juli 2020. P-QUÌ verbindet Dauersammlungen, historische Werkzeuge und historische Erzählungen. Für Besucher, die sich näher mit der Entwicklung von Primiero und den Arbeitswelten der Vergangenheit befassen möchten, stehen damit mehrere inhaltliche Ebenen innerhalb dieses Museums im Mittelpunkt.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die erste Etappe des Primiero Slow Tour beginnt in Fiera di Primiero und führt über 10,7 km in etwa 3 Stunden und 50 Minuten zum Passo Cereda. Der Wanderweg Monte Bedolè führt von Fiera di Primiero über den gesamten Osthang der Cima Bedolé bergauf. Der Wanderweg Monte Bedolè bietet besonders eindrucksvolle Ausblicke auf die Pale di San Martino und die Cimonega-Gruppe.
Verbindung ab Fiera di Primiero
Vom 27. Juni bis zum 6. September 2026 verkehrt eine Verbindung ab dem Busbahnhof von Fiera di Primiero; die Rückfahrt startet in Paneveggio.
Weitere Orte: S. Cristoforo, Panchià, Fiavè, Darè, Torra, Giovo, Brez, Calliano