Russe: Natur, Kultur und Wintersport im Pohorje
Unterkünfte in Russe
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Foto: Photo Claude TRUONG-NGOC via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Im Ruško Pohorje sind Fahrten mit dem Pležuh, Skilanglauf und Skitourengehen möglich. Durch Ruše verläuft außerdem die Drava-Radroute. Im Gebiet des Ruškega Pohorje und von Ruše erstreckt sich ein Netz von Radwegen, dessen einzelne Wege zusammen 212 Kilometer lang sind.
Winter und Wege
Die winterlichen Aktivitäten reichen damit von der Fahrt mit dem Pležuh über Langlauf bis zum Skitourengehen. Die Drava-Radroute führt durch Ruše, während das Radwegenetz im Ruško Pohorje und im Gebiet von Ruše insgesamt 212 Kilometer umfasst. Unterschiedliche Aktivitätstypen und Weglängen bieten dabei verschiedene Möglichkeiten, die eigene Planung auszurichten.
Natur
Der geschützte Šumik-Urwald bewahrt ursprüngliche Waldgemeinschaften. An seinen steilen Hängen wachsen unter anderem Buchen, Tannen und Fichten. In der Lobnica-Schlucht liegen dort die Wasserfälle Veliki Šumik und Mali Šumik; Veliki Šumik ist 24 Meter hoch. Im selben Urwald befindet sich mit Trije hlebi eine 14 Meter hohe Felsformation, ein Turm aus drei aufeinandergeschichteten Felsen.
Der Bach Lobnica überwindet von seiner Quelle bis zu seiner Mündung in die Drau einen Höhenunterschied von mehr als 1.000 Metern. Durch das Lobnica-Tal verlief historisch eine 17 Kilometer lange Holztransport-Wasserrutsche. Der Verna-Wasserfall ist ein Rutschwasserfall im Šumik-Urwald; auf den letzten 100 Metern stürzt der Verna-Bach durch eine glatte, sehr steile Tonalitschlucht in die Lobnica.
Am rechten Ufer der Drau erhebt sich die Falska peč nahezu senkrecht mehrere Dutzend Meter über den Fluss. Sie ist eine einzigartige geologische Formation im Drau-Tal und Lebensraum des geschützten Artenkomplexes Brstična lilija (Lilium bulbiferum) sowie des Alpen-Host-Kalkfelssteins (Saxifraga hostii).
Die Gemeinde Ruše ist Mitbegründerin des Regionalparks Pohorje. Für Erholung und Freizeit steht außerdem der DiscGolf Park Ruše-Areh, der sich als Ergänzung zu einem Spaziergang in der Natur eignet und auch für Familien mit kleinen Kindern geeignet ist.
Kultur
In Fala, einem Teil der Gemeinde Ruše, befindet sich das Museum des Wasserkraftwerks Fala in der ursprünglichen Maschinenhalle des ältesten Wasserkraftwerks an der Drau. Dort ist eine horizontale Francis-Turbine erhalten. Am Fuß des Pohorje liegt das amphitheatrale Letno gledališče Pod goroj, das 1931 endgültig fertiggestellt wurde, über 800 bis 1.000 Sitzplätze verfügt und besonders für seine Akustik bekannt ist.
Die Kirche Cerkev Marijinega imena in Ruše wurde 1387 erbaut. Außen weist sie Spuren der Gotik und des Barocks auf, während der Innenraum barock gestaltet ist. In der Kirche Cerkev bičanega Zveličarja befindet sich eine Christusfigur, die im 18. Jahrhundert von einem geschickten Schnitzer geschaffen wurde. Mary’s Church on Smolnik, auch Marijina cerkev na Smolniku genannt, entstand zwischen 1859 und 1861.
Der Wasserturm von Ruše gehört zum Komplex der ehemaligen Stickstofffabrik Ruše und wurde 1917 für deren Bedarf errichtet. Er besitzt zwei Behälter mit einem Fassungsvermögen von 220 beziehungsweise 130 Kubikmetern. Der 43 Meter hohe Wasserturm ist im slowenischen Register des unbeweglichen Kulturerbes eingetragen.
Die Glazerjevi Dnevi erinnern an den in Ruše geborenen slowenischen Dichter, Bibliothekar, Literaturhistoriker und Herausgeber Janko Glazer und fördern zugleich musikalische und literarische Kreativität. Mit dem Gasthaus Vernik ist eine mehr als 100-jährige Tradition verbunden; zu den aufgeführten Hausspeisen zählen gefülltes Hauskaninchen, Hirschsteak in Wildsauce mit Preiselbeeren, schwarzer Rettich mit Kürbiskernöl und hausgemachte Leberpastete. Hinzu kommen saisonale Gerichte aus lokalen Lebensmitteln.
Geschichte
Fala Castle, slowenisch Falski grad, wurde erstmals 1245 erwähnt, nachdem die Benediktineräbte von St. Paul den Sitz ihrer Drau-Domäne von Lovrenc na Pohorju dorthin verlegt hatten. 1620 wurde die Anlage zu einem bedeutenden Kulturzentrum: Die Universität Wien betrieb dort philosophische, theologische und wirtschaftliche Studien, und Fala Castle war damit die erste Hochschuleinrichtung Sloweniens.
Die sechsstufige Lateinschule von Ruše wurde 1645 gegründet und bestand 113 Jahre bis 1758. Während ihres vollständigen Betriebs war Ruše ein weit über den Ort hinausreichendes kulturelles und Bildungszentrum.
Die Vivat-Glashütte stellte neben gewöhnlichem Glas auch fein geschliffenes, Milch- und Rubinglas, Glasornamente und Flaschen her. Zu ihrer Produktion gehörten außerdem Gläser mit Bildern oder chemisch gravierten Verzierungen. Luxusglas wurde nach Italien, Griechenland, in den Nahen Osten, nach Ägypten und nach Amerika versandt. Von der ehemaligen Vivat-Glashütte, auch Glasswork by Ruše und Lower Benedikt dol genannt, sind drei Gebäude erhalten; am früheren Fabrikstandort ist wahrscheinlich auch ein Keller erhalten.
Neben der Bahnstrecke Ruše–Fala befindet sich ein Fundamental-Benchmark mit lateinischer Inschrift. Von allen Vermessungsmarken der ehemaligen Österreich-Ungarn ist nur dieser auf dem Gebiet Sloweniens erhalten. Bis heute wird er zur präzisen Bestimmung der Höhe und zur Ermittlung von Bodenbewegungen über Zeiträume von mehr als 100 Jahren verwendet.
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